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Posts Tagged ‘usercentered’

Personalisierung ist gut

25 Dez

Ich oute mich jetzt mal als Personalisierungsfan. Damitmeine ich gar nicht, dass sämtliche Details eines Users erfasst werden und der Benutzter ausspioniert wird. Aus meiner Sicht müssen personalisierte Features so unauffällig gestaltet werden, dass der User gar nicht bemerkt, dass das auf ihn persönlich zugeschnittene Informationen sind.

Leider findet man solche Funktionen nur sehr selten im Web bzw. nur in bestimmten Bereichen. Am Augenscheinlichsten sind Personalisierungsfunktionen bei klassischen eCommerce Websites ala Amazon zu sehen. Doch darüber hinaus fallen mir nur sehr wenige Beispiele ein. Zugegeben auch meine Wenigkeit hat es aus verschiedensten Gründen nicht so oft wie ursprünglich vorgesehen geschafft solche Funktionen über die Konzeptionsphase hinaus zu realisieren. Als Gründe waren sämtliche Klassiker dabei wie z.B.: Budget, Befürchteter erhöhter Datenwartungsaufwand, zu wenig Content, etc. – Was ich aber immer schade finde, da es oft nicht sehr viel benötigt um einen Einstieg in diese Materie zu schaffen.

So könnten zum Beispiel auf einer touristischen Website Interessen des Users abgefragt werden. Zu Beginn ist es vollkommen ausreichend nur die Interessen oder auch nur das Hauptinteresse des potentiellen Kunden zu ermitteln. Vorteil hierbei ist, dass sich dieses durchaus elegant anhand der besuchten Unterseiten ermittelt werden kann. Daher wird bei einem Benutzer der den Menüpunkt oder einen Artikel zum Thema Kultur aufgerufen hat ein Cookie mit der entsprechenden Information gesetzt. Ganz wichtig hierbei ist, dass kein Login erforderlich ist und solche Taktiken daher auf jeder Website realisiert werden können und der Benutzer wie gewöhnt, ohne zusätzlichen Aufwand surfen kann. Sind die Informationen erst einmal erfasst worden, kann auf der Website dann den Interessen des Kunden entsprochen werden. So könnte beim einleitenden Beispiel zum Beispiel die gesamte Bildwelt an den Benutzer angepasst werden.

Das Ganze klingt jetzt recht trivial und viele werden denken, so ein Cookie zu setzen und ein paar Bildchen zu tauschen ist doch nichts besonderes. Genau stimmt, aber genau solche kleinen Features steigern die Clickraten und Conversions.

Die meisten Kunden haben vor dem Kauf bereits ein Bild vor ihrem geistigen Auge, gelingt es einer Website dieses imaginäre Bild möglichst genau zu treffen, hat man schon sehr gute Karten beim Kunden. Der potentielle Gast der sich sehnsüchtig auf einen Kitesurf Urlaub freut wird auf einer Destinations Website die ihn mit Impressionen seiner Lieblingssportart empfängt sicher weiter klicken.

Natürlich können solche Verfahren in weiterer Folge verfeinert und zusätzliche Informationen abgefragt werden. Aber als Einstieg und um Erfahrungen zu erhalten halte ich dieses einfache Modell für einen guten Einstieg. Besonders interessant wird es für Betreiber mehrere Websites oder größeren Portalen. In diesem Fall ist die Chance dass die Besucher schon einmal eine Webseite des Betreibers besucht haben realtiv groß. Daher wird es möglich die Daten zwischen dein Portalen auszutauschen.

bytheway: Auch die großen Werbenetzwerke setzen auf diese Technik um passende Werbebanner auf den Websites einzublenden. Durch die sehr hohe Reichweite könne hier teilweise schon gute Resultate erzielt werden. Daher kann es auch an solchen Taktiken liegen falls man eine Website zum Thema Fliegenfischen besucht hat und in weiterer Folge auf einer komplett anderen Website des selben Werbenetzwerkes ein Werbebanner zum Thema Fliegenfischen eingeblendet wird.