Zu den wichtigsten Elementen einer Website gehört auf jeden Fall die Navigation, denn die besten Inhalte nützen nur wenig sofern diese nicht gefunden werden können. Ziel beim Navigationsdesign ist es eine intuitive, der Zielgruppe und der Inhalte entsprechende Menüführung zu entwickeln.
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Transparenz und Umsatz in Online Shops steigern!
Ein wichtiges Kriterium für erfolgreiche online Shops ist es für Kunden möglichst transparent zu sein. Dem potentiellen Kunden sollten möglichst viele hilfreiche Informationen zum Bestellvorgang, dem Ablauf nach der Bestellung aber auch zur Abwicklung von Reklamationsfällen und Retouren zur Verfügung stehen. Das sollte aus meiner Sicht Bestandteil jedes online Shops sein um zusammen mit weiteren Vertrauensbildenden Maßnahmen dem Kunden die “Angst vor dem Kauf” zu nehmen. Und das Beste daran ist, dass hier Vieles mit relativ geringem Aufwand bewirkt werden kann.
Umsatz steigern durch bessere Bestellprozesse
Der Bestellprozess gehört zum wichtigsten Teil jeder eCommerce Website. Aus diesem Grund macht es Sinn sich diesem Thema intensiver zu widmen, denn jede Optimierung kann Conversionrates erhöhen und zu höheren Umsätzen führen.
Wer suchet der findet … oder auch nicht
Dem Benutzer sollte das Bestellen der Ware möglichst einfach gemacht werden. Das beginnt schon damit, dass die für einen Kauf wichtigsten Elemente klar und deutlich gestaltet werden.
Der Bestellprozess beginnt schon mit dem “In den Warenkorb” Button beim entsprechenden Produkt. Daher sollte bereits auf der Produktseite darauf geachtet werden, dass dieser Button gut sichtbar platziert wird.
Daher gilt:
- Die Schaltfläche muss eine eindeutige Beschriftung haben, die den Benutzer zum Clicken animiert.
- Der Button sollte grafisch auffällig gestaltet und möglichst weit oben im Sofortsichtbaren Bereich der Website platziert werden.
- Zusätzlich muss der eigentliche Warenkorb klar gekennzeichnet werden. Für den Benutzer muss klar ersichtlich sein, was nach dem Hinzufügen eines Produktes zum Warenkorb passiert. Fragen wie: Wo ist das Produkt gelandet? Wo befindet sich der Warenkorb? Wie kann ich mit der Bestellung fortfahren? müssen durch Konzeption, Gestaltung und Bezeichnungen schon im Vorfeld beantwortet werden.
Ein schönes Beispiel um das Hinzufügen zum Warenkorb zu visualisieren hat beispielsweise die Tirol Werbung für Ihre Prospektbestellung gewählt. Durch eine Javascript Animation fliegt der Bestellbutton in Richtung des Warenkorbs. Dadurch wird dem Benutzer sofort klar wo die ausgewählten Produkte zu finden sind. Zusätzlich werden bereits gewählte Prospekte durch eine graue Schaltfläche gekennzeichnet.
Logisch, dass die oben erwähnten Punkte für den Checkout Button, also den “zur Kasse” Button im Warenkorb genau so gilt. Hierbei könnte sich auch der Zusatz (“Sie können den Bestellvorgang, jeder Zeit abbrechen”) als positiv auswirken. Da das allerdings je nach Zielgruppe und Gestaltung unterschiedlich sein kann, empfehle ich hier genauere Tests durchzuführen. Basierend auf den Ergebnissen kann man dann gut entscheiden ob der Zusatz nötig ist oder nicht.
Ein Online Shop ist kein Supermarkt
Auch wenn in Supermärkten der Verkauf von Süßigkeiten, etc. an der Kasse sehr gut funktioniert gilt das für Online Shops nicht. Beim Online Shop haben wir leider nicht den Vorteil, dass jeder Käufer an der Kasse vorbei muss. Auf der Website ist es viel einfacher den Kauf abzubrechen, dafür genügt ein simpler Click auf das rote X rechts oben im Browser, auf Werbebanner oder andere Links. Genau aus diesem Grund sollten sämtliche Ablenkungen im Bestellprozess vermieden werden. Das heißt, Cross Selling, Product Placement und ähnlicher “Schnick-Schnack” kann auf der Website betrieben werden, allerdings nur bis max. zum Warenkorb. Sobald sich der Kunde zum Kauf entschlossen hat und mit dem Bestellprozess beginnt sollten alle Ablenkungen vermieden werden.
Sehr schön wird das vom Branchenprimus Amazon gelöst. Sobald man auf den Button “Zur Kasse” clickt, wird eine eigene Seite geöffnet, welche nur für den Kauf nötige Informationen darstellt. Ohne den Zurück Button des Browsers zu verwenden ist es ist nicht einmal mehr möglich zur vorhergehenden Seite zurückzukehren.
Vertrauen und Transparenz sind wichtig
Vertrauensbildende Maßnahmen können über Hemmungen einer online Bestellung hinweg helfen. Hierzu könnte man jetzt sicher zu jedem Punkt einen separaten Beitrag verfassen. Vielleicht werde ich das auch einmal machen, aber da Vieles selbsterklärend ist werde ich es jetzt einmal bei einer Auflistung einiger Punkte, ohne Anspruch auf Vollständigkeit belassen.
- eCommerce Zertifizierung
- Datenschutzrichtlinien auf der Website platzieren
- Zusätzliche Kosten, wie Versandgebühren, transparent und möglichst früh im Bestellvorgang ausweisen
- Möglichkeiten von Umtausch und Rückgabe angeben
- Zahlungsmöglichkeiten an Zielländer anpassen. Wird nur Kreditkarte angeboten, kann das ein Hinderniss darstellen.
- Integration von aussagekräftigen Hilfetexten
- Hinweis auf eine Service Hotline
- Eindeutige Darstellung der einzelnen Schritte im Bestellprozess.
Testen, Testen, Testen
Zusätzlich sind permanente Tests von Details wichtig und auch extrem interessant. In Bestellprozessen können sich oft Kleinigkeiten wie beispielsweise die Farbe und Positionierung eines Bestellbuttons sehr viel bewirken. Um sicher zu gehen ob eine Weiterentwicklung aber auch wirklich eine Verbesserung darstellt macht es Sinn so etwas beispielsweise mit dem Google Website Optimizer abzutesten.
Darüber Hinaus kann man sich selbstverständlich durchaus auch von den Großen der Branche inspirieren lassen, denn hier kann man davon ausgehen, dass schon sehr viele Usabilitytests durchgeführt wurden. Doch auch dann gilt … testen, testen, testen … es gibt keine Pauschalrezepte und es muss nicht über das Selbe funktionieren. Alter, Herkunft und Computeraffinität der Zielgruppe können sich bei einzelnen Details stark auf die Performance verschiedenener Detaillösungen auswirken.
Optimierung von Registrierungsprozessen
Der Gestaltung von Registrierungsseiten wird leider sehr oft viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Oft kommt es vor, dass viel Arbeit in die Entwicklung des Designs einer Website gesteckt wird, dabei aber Unterseiten wie Registrieungsseiten leider vergessen werden. Genau in solchen Situationen geschieht es dann, dass entsprechende Seiten dann nach Schema 0815 vom Programmierer in das vorhandene grafische Raster gesteckt werden. Da gerade die Registirerungsprozesse zu den wichtigsten Seiten vieler Websites zählen – geht es doch schließlich um Neukundengewinnung – scheint das etwas unverständlich. Daher sollte man sich ganz bewusst Zeit nehmen und die entsprechende Seite in Konzept und Screendesign berücksichtigen.
In diesem Artikel definiere ich Registrierungsseiten als Informationsseiten, deren Aufgabe es ist den Besucher nötige Informationen zu liefern und zu überzeugen. Das eigentliche Registrierungsformular ist meist eine gesonderte Seite. Bei sehr kurzen Formularen, wie z.B.: Newsletterregistrierung kann es aber auch durchaus Sinn machen Beides auf einer Seite darzustellen.
Als kleinen Inspiration liste ich jetzt potentielle Elemente / Inhalte von Registrierungsseiten auf. Selbstverständlich sind nicht alle Elemente für jeden Zweck sinnvoll, je nachdem zu welchem Zweck die Registrierung dienen soll, werden teilweise verschiedene Punkte relevanter sein als Andere.
- Elevator pitch
Hierbei handelt es sich um einen möglichst kurze Zusammenfassung des Sinns der Website / Applikation, etc. für die man sich registrieren soll. Bei Flickr ist das beispielsweise “Zeigen Sie Ihre Fotos. Sehen Sie der Welt zu.”
- Allgemeine Beschreibung
Eine allgemeine Beschreibung des Produkts sollte möglichst bildhaft und leicht verständlich formuliert werden. Beschreibungen lassen sich in diesem Fall sehr gut mit Unterstützung von Icons vermitteln. Weiter unten habe ich ein Beispiel von Tripit aufgezeigt. Auf dieser Site wird das aus meiner Sicht vorbildlich umgesetzt.
- Auflistung der Leistungen
Auflistung der Leistungen und Funktionen die nach der Registierung zur Verfügung stehen, helfen den Benutzer zu Überzeugen sich zu registrieren.
- Auflistung des Nutzens für den Benutzer
hier gilt das selbe wie bei den Leistungen im Punkt darüber. Jedoch sollte hier der Nutzen den der Benutzer durch seine Registrierung hat klar hervorgehoben werde.
- Call to action
Mit einem grafisch prominenten Button wird es dem Benutzer möglichste einfach gemacht, zu, Registrierungsformular zu gelangen. Noch schöner finde ich es wenn eine kleine Version des Formulars direkt auf der Registrierungsseite integriert wird. So werden zum Beispiel die Felder Benutzername und Email Adresse direkt abgefragt. Nach Ausfüllen dieser Daten kann der User dann auf ein ausführliches Formular mit den restlichen Feldern geleitet werden. Diese Vorgangsweise reduziert zum Einen die Hemmschwelle mit dem Registrierungsprozess zu beginnen, zum Anderen können Formularabbrüche statistisch erfasst werden und per eMail zu einen späteren Zeitpunkt ein Reminder versendet werden. In diesem Fall sollte der Versand des eMails direkt im ersten Schritt per Checkbox akzeptiert werden.
- Testimonials/ Referenzen
Testimonials und/oder Referenzen zählen vorallem bei kommerziellen Leistungen schon zum Standard. Zufriedene Kunden vermitteln Vertrauen und wirkt sich sicherlich positiv aus.
- Tour / Screenshots
Virtuelle Produkttouren bieten sich bei Softwareprodukten an. Gerade in diesem Segment ist es oft schwierig für den Benutzer eine Vorstellung zu haben, was ihn erwartet. Dem kann mit Screenshots und virtuellen Touren sehr gut entgegengewirkt werden.
- Anzeige der notwendigen Schritte bis zum Abschluss
Nach dem Motto “In 3 Schritten zu Ihrer Website” können diese Schritte direkt auf der Registrierungsseite aufgelistet werden. Dadurch nimmt man dem Benutzer gleich am Anfang die Angst vor endlosen Formularen und komplizierter Handhabung.
Beispiele:
Optimierungstipps zur Formularseite habe ich bereits in einem früheren Beitrag zusammengefasst. Dieser ist hier abrufbar: Conversions steigern durch bessere Formulare.












