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Posts Tagged ‘Personalisierung’

Newsletter: Nutzerdaten elegant und seriös erheben

10 Jan

Wie schon früher erwähnt, geht der Trend zu kleineren aber dafür sehr viel zielgerichteteren Aussendungen als früher. Da stellt sich natürlich die Frage wie man am Besten an zusätzliche Informationen vom Benutzer erhält.

Im Normalfall wollen User nur ungern persönliche Daten preisgeben und dazu werden lange Formulare gemieden wie die Pest. Aus diesem Grund habe ich gute Erfahrungen mit einer sehr starken Abstrahierung und Aufsplittung dieses Prozesses gemacht. Im Klartext heißt das:

Pro Newsletter nur eine Frage stellen.
Eine einzige Frage zustellen wirkt unaufdringlich und es ist für den Benutzer einfach und schnell zu beantworten. Weitere Fragen Können dann in den nächsten Aussendungen erfragt werden.

“Ein-Klick-Modell”
Die Daten müssen mit einem Click über mittelt werden können. Kein Mensch macht sich die Arbeit, lange Textfelder auszufüllen um dann noch auf “Senden” zu Clicken. Daher besser ein paar Antwortmöglichkeiten vorgeben, welche mit einem Click übermittelt werden können.

Grafische Gestaltung
Optisch sollte das kein Standard 0815 Formular sein. Eine optisch schöne Aufbereitung, die nicht an gängige, oft unterbewusst negativ wahrgenommene Formulare erinnert sollte sich auf die Clickrate positiv auswirken.

Erklärung warum diese Informationen benötigt werden
Ein Hinweis wie z.B.: “Helfen Sie mit, damit Sie nur die Informationen erhalten, die Sie auch wirklich interessieren.” hilft um dem Benutzer zu vermitteln, dass es ihm zu Gute kommt, wenn er Daten angibt.

Nur relevante Informationen abfragen
Es macht keinen Sinn die Schuhgröße der Kunden zu erfragen wenn man im Newsletter Kosmetikprodukte vertreiben will. Das würde nur unseriös wirken.

Statistische Informationen nützen
Je nach Mailversandsystem und Datenschutzverordnung im entsprechenden Land ist es unter Umständen möglich, Daten anhand der Clickstatistiken zu erhalten. So könnten 2 Tage nach einer Aussendung alle Empfänger die einen Artikel zum Thema Sport angeclickt haben noch einmal einen speziellen Newsletter mit Sportartikel erhalten.

Mit Hilfe dieser Tipps können ältere Kunden Daten aktualisiert werden und Mailings zukünftig zielgerichteter versandt werden. Das erhöht die Akzeptanz beim Empfänger und Senkt die Kosten beim Empfänger.

 
 

Zukunft Newsletter Marketing

30 Dez

RSS Feeds werden immer populärer und schön langsam erkennt auch die breite Masse den Nutzen von Feeds. Daher stellt sich die Frage wie es in Zukunft weitergeht. Werden Newsletter verschwinden oder erleben die RSS Feeds nur einen kurzen Hype? Weder noch, aus meiner Sicht wird es zukünftig wichtig werden beide Distributionsvarianten anzubieten und aktiv zu nutzen.

Der Trend bei Newsletteraussendungen geht in Richtung personalisierten Mailings in geringeren Volumen. Die Zeiten in denen statische Massenmails an mehrere 100.000 Empfänger versendet wurden sind vorbei. Zum einen verärgert man den Benutzer nur durch nicht zielgerichtete eMails, die dann einen Großteil der Benutzer nicht interessieren zum Anderen werden dadurch auch für den Kunden interessante Mails, durch die Masse an Informationen immer weniger beachtet werden. Aus diesen Gründen werden Conversionraten sinken und Abmelderaten steigen.

Daraus können folgende Maßnahmen abgeleitet werden:

  • Bewusst auf qualitativ hochwertige Abonnenten achten.
  • RSS Feeds im Newsletter und bei Abmeldeseiten bewerben.
  • Nutzerdaten sammeln um passende Mailings an kleine, hoch spezifizierte Verteiler senden zu können.

Wie kommt man zu qualitativ hochwertigen Abonnenten?
Das ist pauschal sicher etwas schwierig zu beantworten. Grundsätzlich gilt aber, dass der Nutzer möglichst viele Informationen über den zu erwartenden Inhlat des Newsletter erhalten sollte. Wer “kauft” schon gerne die Katze im Sack? Daher ist es sicher keine schlechte Idee beim Anmeldeformular direkt auf eine beispiele Newsletteraussendung zu verlinken. Zudem sollte auf der Anmeldeseite direkt der Nutzen den der potentielle Abonnent durch die Anmeldung hat, erläutert werden. Es gibt doch hoffentlich einen Nutzen? Ansonsten sollte das gleich nocheinmal Überdacht werden, denn ohne erkennbaren Nutzen für die Abonnenten kann man keine hohen Anmeldezahlen von interessierten Benutzern erwarten. Neben den Nutzen ist auch noch die Möglichkeit der Abmeldung und eine Info zur Verwendung der persönlichen Daten sinnvoll.
Wurde ein Benutzer der Website überzeugt sich anzumelden sollte der Anmeldeprozess im Double-Opt-In Prozess durchgeführt werden. Dadurch werden Spaßanmeldungen bzw. fehlerhafte email Adresse gleich aussortiert.

Außerdem gilt Finger weg von Gewinnspielen als Adressgenerierungsmaßnahme. Mit Gewinnspielen können zwar in einer kurzen Zeit eine hohe Anzahl an Adressen generiert werden, die Qualität leidet aber meist darunter. Oft besteht nur ein Interesse an den Gewinnen ein grundlegendes Interesse an den Produkten der Website besteht nicht, daher werden zukünftige Newsletter auch nicht beachtet werden.
Ankauf von eMail Adressen. Auch hier bin ich sehr skeptisch. Es gibt zwar Fälle in denen es durchaus Sinn macht Adressen anzukaufen um z.B. ein neues Produkt / eine neue Marke zu promoten. Allerdings sollte her die Herkunft und Qualität der Daten sehr genau hinterfragt werden.

Also nochmal zusammengefasst:

  • Double Opt In verwenden
  • Nutzen für den Abonnenten darlegen
  • Auf die Art der Verwendung von persönlichen Daten und Möglichkeit der Abmeldung hinweisen
  • Mindest eine beispielhafte Aussendung online zur Verfügung stellen.
  • Finger weg von Gewinnspielen zur Adressgewinnung
  • Vorsicht bei Adresseinkauf

Zur Koexistenz von Newslettern / RSS Feeds und der Erhebung von Nutzerinteressen werde ich dann in den nächsten Tagen ein bisschen etwas schreiben.

 
 

Personalisierung ist gut

25 Dez

Ich oute mich jetzt mal als Personalisierungsfan. Damitmeine ich gar nicht, dass sämtliche Details eines Users erfasst werden und der Benutzter ausspioniert wird. Aus meiner Sicht müssen personalisierte Features so unauffällig gestaltet werden, dass der User gar nicht bemerkt, dass das auf ihn persönlich zugeschnittene Informationen sind.

Leider findet man solche Funktionen nur sehr selten im Web bzw. nur in bestimmten Bereichen. Am Augenscheinlichsten sind Personalisierungsfunktionen bei klassischen eCommerce Websites ala Amazon zu sehen. Doch darüber hinaus fallen mir nur sehr wenige Beispiele ein. Zugegeben auch meine Wenigkeit hat es aus verschiedensten Gründen nicht so oft wie ursprünglich vorgesehen geschafft solche Funktionen über die Konzeptionsphase hinaus zu realisieren. Als Gründe waren sämtliche Klassiker dabei wie z.B.: Budget, Befürchteter erhöhter Datenwartungsaufwand, zu wenig Content, etc. – Was ich aber immer schade finde, da es oft nicht sehr viel benötigt um einen Einstieg in diese Materie zu schaffen.

So könnten zum Beispiel auf einer touristischen Website Interessen des Users abgefragt werden. Zu Beginn ist es vollkommen ausreichend nur die Interessen oder auch nur das Hauptinteresse des potentiellen Kunden zu ermitteln. Vorteil hierbei ist, dass sich dieses durchaus elegant anhand der besuchten Unterseiten ermittelt werden kann. Daher wird bei einem Benutzer der den Menüpunkt oder einen Artikel zum Thema Kultur aufgerufen hat ein Cookie mit der entsprechenden Information gesetzt. Ganz wichtig hierbei ist, dass kein Login erforderlich ist und solche Taktiken daher auf jeder Website realisiert werden können und der Benutzer wie gewöhnt, ohne zusätzlichen Aufwand surfen kann. Sind die Informationen erst einmal erfasst worden, kann auf der Website dann den Interessen des Kunden entsprochen werden. So könnte beim einleitenden Beispiel zum Beispiel die gesamte Bildwelt an den Benutzer angepasst werden.

Das Ganze klingt jetzt recht trivial und viele werden denken, so ein Cookie zu setzen und ein paar Bildchen zu tauschen ist doch nichts besonderes. Genau stimmt, aber genau solche kleinen Features steigern die Clickraten und Conversions.

Die meisten Kunden haben vor dem Kauf bereits ein Bild vor ihrem geistigen Auge, gelingt es einer Website dieses imaginäre Bild möglichst genau zu treffen, hat man schon sehr gute Karten beim Kunden. Der potentielle Gast der sich sehnsüchtig auf einen Kitesurf Urlaub freut wird auf einer Destinations Website die ihn mit Impressionen seiner Lieblingssportart empfängt sicher weiter klicken.

Natürlich können solche Verfahren in weiterer Folge verfeinert und zusätzliche Informationen abgefragt werden. Aber als Einstieg und um Erfahrungen zu erhalten halte ich dieses einfache Modell für einen guten Einstieg. Besonders interessant wird es für Betreiber mehrere Websites oder größeren Portalen. In diesem Fall ist die Chance dass die Besucher schon einmal eine Webseite des Betreibers besucht haben realtiv groß. Daher wird es möglich die Daten zwischen dein Portalen auszutauschen.

bytheway: Auch die großen Werbenetzwerke setzen auf diese Technik um passende Werbebanner auf den Websites einzublenden. Durch die sehr hohe Reichweite könne hier teilweise schon gute Resultate erzielt werden. Daher kann es auch an solchen Taktiken liegen falls man eine Website zum Thema Fliegenfischen besucht hat und in weiterer Folge auf einer komplett anderen Website des selben Werbenetzwerkes ein Werbebanner zum Thema Fliegenfischen eingeblendet wird.