Um meine Sommerpause etwas aufzulockern gibt’s wiedermal einen Quickie für zwischen durch. Gleichzeitig kann ich damit auch wiedermal über Google Analytics schreiben, hatten wir hier ja auch schon länger nicht. Hatte vor Kurzem die Problemstellung Transaktionen innerhalb von Google Analytics nach der Quelle auswerten zu wollen. Das ist hilfreich um die Performance von Kampagnen besser zu beurteilen. Ohne nähere Betrachtung können die reinen Transaktionen oder der ROI im Statistiktool nämlich leicht das Ergebnis verfälschen, nachdem keine Retouren oder Folgebestellungen berücksichtigt werden.
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Newsletter: Nutzerdaten elegant und seriös erheben
Wie schon früher erwähnt, geht der Trend zu kleineren aber dafür sehr viel zielgerichteteren Aussendungen als früher. Da stellt sich natürlich die Frage wie man am Besten an zusätzliche Informationen vom Benutzer erhält.
Im Normalfall wollen User nur ungern persönliche Daten preisgeben und dazu werden lange Formulare gemieden wie die Pest. Aus diesem Grund habe ich gute Erfahrungen mit einer sehr starken Abstrahierung und Aufsplittung dieses Prozesses gemacht. Im Klartext heißt das:
Pro Newsletter nur eine Frage stellen.
Eine einzige Frage zustellen wirkt unaufdringlich und es ist für den Benutzer einfach und schnell zu beantworten. Weitere Fragen Können dann in den nächsten Aussendungen erfragt werden.
“Ein-Klick-Modell”
Die Daten müssen mit einem Click über mittelt werden können. Kein Mensch macht sich die Arbeit, lange Textfelder auszufüllen um dann noch auf “Senden” zu Clicken. Daher besser ein paar Antwortmöglichkeiten vorgeben, welche mit einem Click übermittelt werden können.
Grafische Gestaltung
Optisch sollte das kein Standard 0815 Formular sein. Eine optisch schöne Aufbereitung, die nicht an gängige, oft unterbewusst negativ wahrgenommene Formulare erinnert sollte sich auf die Clickrate positiv auswirken.
Erklärung warum diese Informationen benötigt werden
Ein Hinweis wie z.B.: “Helfen Sie mit, damit Sie nur die Informationen erhalten, die Sie auch wirklich interessieren.” hilft um dem Benutzer zu vermitteln, dass es ihm zu Gute kommt, wenn er Daten angibt.
Nur relevante Informationen abfragen
Es macht keinen Sinn die Schuhgröße der Kunden zu erfragen wenn man im Newsletter Kosmetikprodukte vertreiben will. Das würde nur unseriös wirken.
Statistische Informationen nützen
Je nach Mailversandsystem und Datenschutzverordnung im entsprechenden Land ist es unter Umständen möglich, Daten anhand der Clickstatistiken zu erhalten. So könnten 2 Tage nach einer Aussendung alle Empfänger die einen Artikel zum Thema Sport angeclickt haben noch einmal einen speziellen Newsletter mit Sportartikel erhalten.
Mit Hilfe dieser Tipps können ältere Kunden Daten aktualisiert werden und Mailings zukünftig zielgerichteter versandt werden. Das erhöht die Akzeptanz beim Empfänger und Senkt die Kosten beim Empfänger.
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Koexistenz von Newslettern und RSS Feeds
RSS Feeds haben einen entscheidenden Vor- oder auch Nachteil, je nach dem aus welcher Perspektive man das betrachtet. Und zwar ist hier keine Angabe von Adressinformationen nötig. Der Abonnent bleibt anonym und kann sein Abo jeder Zeit kündigen. Einen Nachteil aus Kundensicht sehe ich in der etwas komplizierteren Anwendung, da die Informationen nicht wie beim Newsletter gewohnt automatisch als eMails im Posteingang erscheinen. Im Endeffekt geht es hier aber um persönliche Vorlieben und Nutzungsweisen.
Benutzer die sehr viele Informationen und Quellen im Informationen im Überblick behalten wollen oder auch müssen werden sich vermutlich eher für RSS Feeds entscheiden. Diese sind leichter Überschaubar und man kann sicherstellen, dass der Posteingang nicht überquillt. Oft werden Feeds daher schon von Multiplikatoren wie z.B. Pressevertreter verwendet.
Private Anwender oder Personen die nur sehr wenige Daten abonnieren werden hingegen eher auf den Newsletter zurückgreifen. Zum einen ist denen vielleicht die Handhabung von Feeds noch nicht so geläufig zum anderen werden eMails von diesen Benutzern, durch die geringere Anzahl häufig noch nicht als “Plage” angesehen. Im Gegenteil meine Mutter freut sich immer wenn denn mal wieder ein eMail gekommen ist, da ist es dann Zweitrangig ob es ein Newsletter oder ein privates Mail ist. ;-)
Jedenfall bedeutet das, dass man beide Formate anbieten sollte. Grundvoraussetzung dafür ist natürlich genügend aktueller Content. Falls sich alle paar Monate einmal etwas auf einer Website ändert, kann man getrost auf den Feed verzichten.
Auf Portalen deren Zielgruppe nicht aus sehr Interentaffinen Personen besteht sollte der RSS Feed auf der Website promotet und auf einer Detailseite erklärt werden. Denn was nützt die der schönste Feed, wenn keiner weiß wie man damit umgeht. Zusätzlich ist es noch sehr interessant die Feeds im Newsletter und auf der Newsletterabbestellungsseite anzupreisen. So könnten sie nachdem sich ein Benutzer vom Newsletter abgemeldet hat z.B. folgenden Hinweis einblenden:
“Schade, dass Sie den Newsletter nicht mehr erhalten wollen, aber wie wär‘s mit unserem RSS Feed. Abonnieren Sie unseren Feed und Sie bekommen aktuelle Informationen ohne persönliche Daten angeben zu müssen.”
Umgekehrt kann das selbstverständlich ebenso praktiziert werden. Auf der Seite auf der die Funktionsweise eines RSS Feeds erklärt wird kann ein Hinweis wie z.B. dieser platziert werden:
“Wollen Sie Informationen lieber automatisch per Mail zugeschickt bekommen? Dann melden Sie sich hier für unseren Newsletter an.”
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Zukunft Newsletter Marketing
RSS Feeds werden immer populärer und schön langsam erkennt auch die breite Masse den Nutzen von Feeds. Daher stellt sich die Frage wie es in Zukunft weitergeht. Werden Newsletter verschwinden oder erleben die RSS Feeds nur einen kurzen Hype? Weder noch, aus meiner Sicht wird es zukünftig wichtig werden beide Distributionsvarianten anzubieten und aktiv zu nutzen.
Der Trend bei Newsletteraussendungen geht in Richtung personalisierten Mailings in geringeren Volumen. Die Zeiten in denen statische Massenmails an mehrere 100.000 Empfänger versendet wurden sind vorbei. Zum einen verärgert man den Benutzer nur durch nicht zielgerichtete eMails, die dann einen Großteil der Benutzer nicht interessieren zum Anderen werden dadurch auch für den Kunden interessante Mails, durch die Masse an Informationen immer weniger beachtet werden. Aus diesen Gründen werden Conversionraten sinken und Abmelderaten steigen.
Daraus können folgende Maßnahmen abgeleitet werden:
- Bewusst auf qualitativ hochwertige Abonnenten achten.
- RSS Feeds im Newsletter und bei Abmeldeseiten bewerben.
- Nutzerdaten sammeln um passende Mailings an kleine, hoch spezifizierte Verteiler senden zu können.
Wie kommt man zu qualitativ hochwertigen Abonnenten?
Das ist pauschal sicher etwas schwierig zu beantworten. Grundsätzlich gilt aber, dass der Nutzer möglichst viele Informationen über den zu erwartenden Inhlat des Newsletter erhalten sollte. Wer “kauft” schon gerne die Katze im Sack? Daher ist es sicher keine schlechte Idee beim Anmeldeformular direkt auf eine beispiele Newsletteraussendung zu verlinken. Zudem sollte auf der Anmeldeseite direkt der Nutzen den der potentielle Abonnent durch die Anmeldung hat, erläutert werden. Es gibt doch hoffentlich einen Nutzen? Ansonsten sollte das gleich nocheinmal Überdacht werden, denn ohne erkennbaren Nutzen für die Abonnenten kann man keine hohen Anmeldezahlen von interessierten Benutzern erwarten. Neben den Nutzen ist auch noch die Möglichkeit der Abmeldung und eine Info zur Verwendung der persönlichen Daten sinnvoll.
Wurde ein Benutzer der Website überzeugt sich anzumelden sollte der Anmeldeprozess im Double-Opt-In Prozess durchgeführt werden. Dadurch werden Spaßanmeldungen bzw. fehlerhafte email Adresse gleich aussortiert.
Außerdem gilt Finger weg von Gewinnspielen als Adressgenerierungsmaßnahme. Mit Gewinnspielen können zwar in einer kurzen Zeit eine hohe Anzahl an Adressen generiert werden, die Qualität leidet aber meist darunter. Oft besteht nur ein Interesse an den Gewinnen ein grundlegendes Interesse an den Produkten der Website besteht nicht, daher werden zukünftige Newsletter auch nicht beachtet werden.
Ankauf von eMail Adressen. Auch hier bin ich sehr skeptisch. Es gibt zwar Fälle in denen es durchaus Sinn macht Adressen anzukaufen um z.B. ein neues Produkt / eine neue Marke zu promoten. Allerdings sollte her die Herkunft und Qualität der Daten sehr genau hinterfragt werden.
Also nochmal zusammengefasst:
- Double Opt In verwenden
- Nutzen für den Abonnenten darlegen
- Auf die Art der Verwendung von persönlichen Daten und Möglichkeit der Abmeldung hinweisen
- Mindest eine beispielhafte Aussendung online zur Verfügung stellen.
- Finger weg von Gewinnspielen zur Adressgewinnung
- Vorsicht bei Adresseinkauf
Zur Koexistenz von Newslettern / RSS Feeds und der Erhebung von Nutzerinteressen werde ich dann in den nächsten Tagen ein bisschen etwas schreiben.
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