RSS
 

Posts Tagged ‘Community’

Community Building am Beispiel World of Warcraft

06 Feb

Aktuell widme ich mich dem Thema Community building und versuche einige Strategien am Beispiel World of Warcraft aufzuzeigen. Das Ganze soll als Denkanstoß für alle die selbst eine Community planen oder betreiben dienen.

World of Warcraft ist eines der erfolgreichsten Online Spiele aller Zeiten. Aktuelle Werte von über 11 Millionen zahlenden Spielern weltweit sprechen klare Zahlen und machen deutlich, dass dieses Spiel einen besonderen Reiz auf die Gamer ausüben muss. Dem zu Grunde liegt ein geniales Spiel (ja ich war auch mal süchtig, bin inzwischen aber wieder clean ;o) ) und vorallem ein phänomenales Community Konzept. Aus diesem Grund habe ich versucht die wichtigsten Aspekte dieses Spiels aufzuzeigen und zu verdeutlichen wie es der Hersteller Blizzard schafft Millionen an Spielern zu aquirieren und bei Laune zu halten.

Aktive Weiterentwicklung – kein fixes Endziel
Ein logischer Punkt um ein über Jahre erfolgreiches Spiel zu erschaffen ist die ständige Weiterentwicklung. So bietet World of Warcraft (WoW)  schon von Beginn an sehr viele Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die virtuellen Charaktere jedes Spielers. Zudem kommen regelmäßige Updates die immer wieder neue Elemente in die Spielwelt einfließen lassen. Dadurch existiert kein Fixes Endziel, es bleibt immer wieder neue Ziele für die Spieler.

Sozialen Druck aufbauen – Gruppenaufgaben
Den größten Einfluss in dem Spiel hat meiner Meinung nach aber die Soziale Komponente. In WoW gibt es viele Aufgaben die nur in der Gruppe bewältigt werden können. Unter anderem aus diesem Grund schließen sich Spieler zu so genannten Gilden zusammen. Innerhalb dieser Gilden entstehen sehr oft enge soziale Netzwerke. So ist es gängige Praxis sich neben dem Spielen via “Voice over IP” Software (z.B. Teamspeak) mit seinen Mitspielern zu  unterhalten. Dieser Austausch dient primär dem schnellen Austausch taktischer Strategien während des Spielens. Wobei es allerdings bei Gesamtspielzeiten von weit über 200 Stunden pro Spieler, es nicht aus bleibt, dass sich auch tiefgründigere Kontakte bilden. So gesehen ist WoW eines der größten Social Networks.
Genau durch dadurch entstehende engen Verbundenheit mit seiner Gilde wird oft innerhalb der Gruppe ein nicht zu unterschätzender sozialer Druck aufgebaut. So werden oft Termine vereinbart an denen sich z.B. 25 Spieler online treffen um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Diese Aufgaben können oft aber nur erfüllt werden falls alle Spieler online sind. Fallt ein Spieler aus kann es passieren, dass 24 andere Spieler warten müssen. Daher haben sich viele Gilden ein System ausgedacht bei dem Punkte für besonders zuverlässige Spieler vergeben werden. Die Spieler mit den meisten Punkten erhalten dann auch die besten Belohnungen nachdem eine Aufgabe erfüllt wurde, etc. … und genau so begeben sich die Spieler selbst in einen Kreislauf ohne, dass Blizzard aktiv etwas machen muss.

In schlachtzügen können bis zu 25 (früher 40) Spieler zusammen spielen.

In schlachtzügen können bis zu 25 (früher 40) Spieler zusammen spielen.

Schaffung von virtuellen Helden
Zu guter Letzt kürt die Community ihre virtuellen Helden. So sind beispielsweise besonders erfolgreiche Spieler oder Gilden teilweise weltweit unter den Hardcore Gamern bekannt. Auf eigenen Websites werden Erfolge von anderen Gilden protokolliert und aufgezeichnet. Dieses Heldentum wird noch durch online einsehbare Ranglisten und Statistiken verstärkt. Das Ganze wirkt ähnlich wie die Vorbildwirkung von Sportstars im realen Leben und fördert so natürlich auch den Ehrgeiz vieler Spieler.

Fazit
Das sind 3 Punkte die World of Warcraft sehr erfolgreicht gemacht haben. Natürlich gibt es noch viele weitere Aspekte wie zum Beispiel: die technisch sehr gute Umsetzung, Detailreichtum der virtuellen Welt, viele saisonale Events wie Weihnachtsfeiern, Silvesterfeuerwerk, etc.. Darüber hinaus gibt es auch viele “Otto-Normalspieler” die es schaffen nur gelegentlich zu spielen und denen virtuelle Vorbilder egal sind. Diese Spieler werden dann aber in den meisten Fällen durch die anderen Aspekte wie soziale Kontakte, etc. angesprochen.

 
 

Sind Facebook Applikationen noch zeitgemäß?

23 Jan

Facebook ist ja im Augenblick in aller Munde, allerdings werden die 3rd party Facebook Applikationen von Einigen noch gehyped während Andere schon fast den baldigen Tod dieser vorhersagen.

Facebook Applikationen sind grundsätzlich eine super Sache und die Idee war damals genial. Sinnvoll und kreativ eingesetzte Applikationen sind auch nachwievor hilfreich. Inzwischen wird allerdings der offene Standard immer mehr zum Hindernis. Dadurch, dass nahezu jeder eine entsprechende Applikation erstellen kann, sind für viele Zwecke duzende Applikationen die mehr oder weniger das selbe machen verfügbar. Genau darin besteht die Gefahr. Zum einen wird es immer schwerer neue, einzigartige Anwendungen zu entwickeln. Andererseits muss man sich inzwischen auch eine klare Strategie zur Vermarktung der Applikation überlegen, um aus der Vielzahl der Anwendungen hervorzustechen. Denn was bringt die schönste Anwendung, wenn sie keiner nützt?

Ein weiteres Problem stellt die Streuung der Benutzer dar. Durch viele ähnliche Programme werden Benutzer verteilt. Aktuell habe ich zum Beispiel über 70 Programme zum Begriff “Travel” gefunden. Das heißt ein Benutzer der sich für Reisen interessiert wird sich vielleicht 2 – 3 Reiseapplikationen ansehen und im Endeffekt max. 2, wahrscheinlich nur Eine nützen. Genau dieser Effekt stellt aus meiner Sicht einen Widerspruch zum Grundgedanken, Community, Informationsaustausch, etc. dar. Es werden viele unterschiedliche Mini-Plattformen geschaffen die alle zusammen vereinigt, ein tolles Instrument für Nutzer und Betreiber darstellen würden. Daher neigen fast alle Anwendungen für sich selbst relativ klein und damit unbedeutend zu bleiben.

Macht das erstellen einer Facebook Anwendung noch Sinn?
Meine Meinung ist, dass es Sinn machen kann. Es sollte sich aber jeder sehr genau überlegen ob es für ihn persönlich sinnvoll sein kann.
Dazu sollten folgende Kriterien zumindest teilweise gegeben sein:

  • Innovatives Konzept, Alleinstellungsmerkmal
  • Mehrwert für den Anwender muss gegeben und klar ersichtlich sein
  • Virale Komponente: Weiterempfehlungsfeatures, Suchtkarakter muss gegeben sein
  • Vermarktungskonzept erstellen (Bewerben auf Facebook, Eintrag im Anwendungsverzeichnis, Bonus für die ersten 100 Nutzer, etc.)
  • Monetarisierungs Konzept, Zieldefinition

Gelungene Applikationen

Burger King Kampagne auf Facebook

Diese Anwendung hatte Anfang Jänner für ein großes Medienecho gesorgt. Burger King vergab mittels dieser Applikation einen Gutschein an Alle die 10 Freunde gelöscht haben. Mittlerweile wurde die Anwendung gestoppt. Es wird gemunkelt, dass Datenschutzverletzungen dazu geführt haben. Vor einigen Tagen hatte ich bereits über die Burger King Kampagne berichtet.

Burger King auf Facebook

Burgr King auf Facebook

Burgr King auf Facebook

Gedankenreise

Man wähle eine Tätigkeit und ein Reiseziel um eine virtuelle Reise zu starten. Selbstverständlich nimmt man da ein paar Freunde mit.
Gedankenreise auf Facebook

Gedankenreise auf Facebook

Gedankenreise auf Facebook


Fazit:
Es wird immer schwieriger neuartige Konzepte und entsprechende Anwendungen zu entwickeln. Schafft man dieses jedoch, dann kann ein großer Nutzen daraus generiert werden. Burger King hat`s vorgemacht. Wer sich allerdings denkt, man erstellt mal schnell eine Anwendung weil man doch bei dem ach so innovativem Facebook dabei sein muss, der sollte lieber die Finger davon lassen.

 
Kommentare deaktiviert

Posted in eMarketing