RSS
 

eMail Strategieplanung – Erstellung eines Mailingkonzepts

13 Mrz

Die Entwicklung eines Mailingkonzepts wird oft vernachlässigt bzw. auf ein Minium reduziert. “Wir versenden ja Quartalsweise einen Newsletter”, bekommt man auf die Frage nach einer Mailingstrategie öfters zu hören. Doch ein konsequenter Einsatz des Mediums eMail kann weit darüber hinaus gehen. Speziell im eCommerce Bereich ist es ein essenzielles Kundenbindungs- und Verkaufsmittel geworden.

Primär geht es darum einen guten Mix aus automatisierten und manuell Erstellten Mailings zu erstellen. Dazu beschreibt man im Konzeptionsprozess am Besten einen fiktiven Benutzer von der Anmeldung/Kauf bis zur Newsletterabbestellung. Je nach Website kann es durchaus vorkommen, dass es mehrere Szenarien hierfür geben muss. So kann das z.B. ein B2C-, ein B2B User und ein Pressevertreter sein. Das ganze lässt sich dann wie folgt schön in einem Diagramm visualisieren.

 

Mailing Strategieplanung

Mailing Strategieplanung

Bestandteile des Konzepts können beispielsweise folgende Mailings sein:

Willkommensmail
Begrüssungsmail nach erfolgter Registrierung. Dieses Mail sollte den Benutzer direkt erklären welchen Mehrwert er durch diese Registrierung erhält und welche Schritte als nächstes zu tun sind. Beispielsweise: “Vielen Dank für Ihre Registrierung, Sie können jetzt hier Ihr persönliches Profil eingeben”

Infonewsletter
Klassischer Newsletter der einen gesunden Mix aus Informationen und Angeboten enthalten kann. Wichtig ist vorallem eine Mehrwert für den Abonnenten zu bieten. So bietet es sich beispielsweise an Tipps zur besseren Nutzung eines Produkts, besondere Angebote exklusiv für Newsletterabonnenten oder Gewinnspiele zu integrieren.

Standalone / Kampagnenmailings
Mailing in dem nur ein einzelnes Produkt präsentiert wird. Dieses Mail sollte nur an relevante Abonnentengruppen versendet werden, da hier die Gefahr besteht, dass sich User gestört fühlen.

Hot News
Relativ einfaches Mail welches für aktuelle Informationen möglichst schnell und einfach versendet werden kann.
Ziel: Schnelle Information der Abonnenten über aktuelle Ereignisse wie Verkehrsstaus, etc.

Nutzerdaten erheben
Spezielle Aussendungen die dem Nutzer klar in Nutzergruppen einteilen. Das können beispielsweise Aussendungen mit der Verlinkung von 2 Themengebieten sein. Alle Abonnenten die auf Thema 1 geclickt haben bekommen dann in späterer Folge Newsletter zum Thema A. Weitere Informationen zur Nutzerdaten Erhebung habe ich im Beitrag: “Nutzerdaten elegant und seriös ermitteln” erläutert. In der Regel wird dieser Prozess in andere Mailings integriert, da ich das aber einen wichtigen Punkt zur Effizienzsteigerung sehe habe ich es hier nochmal gesondert angeführt.

Kaufabbruch
Registrierte Benutzer die den Bestellprozess abbrechen könnten automatisiert ein Mail mit dem gewählten und alternativen Produkten erhalten. Zusätzlich sollten Hinweise auf Versandbedingungen, Faqs oder auch Rückgaberecht nicht fehlen. Oft werden Bestellungen auf Grund von Unsicherheit abgebrochen. Unsicherheit über zusätzliche Versandkosten, Zahlungsmodalitäten oder auch Unsicherheit bei der Bedienung spielen hier eine wichtige Rolle. Genau Diese Unsicherheiten sollten in dem Mail so gut wie möglich genommen werden.

Geburtstagsmailing
Automatisierte Geburtsstagsmails mit einem kleinen Bonus für den Benutzer kommen immer gut an. XING verschickt beispielsweise Geburtstagsmailings mit kostenlosen Premium Schnupperabos. Solche Aktionen werden in der Regel von den Kunden honoriert und animieren zum Kauf.

Winback Programm
Benutzer die sich lange nicht mehr auf der Website eingeloggt haben könnten ein Mail nach dem Motto: “Wir vermissen Sie” erhalten. Je nach Website und Produkt kann dieses Mail den Benutzer

Aber auch hier gilt wie so überall, das Ganze Konzept muss individuell auf die entsprechende Firma, Zielgruppe, zur Verfügung stehenden Ressourcen und Produkt abgestimmt werden. So kann es sein, dass ein Monatlicher Newsletter absolut ausreichend ist oder aber auch, dass noch zusätzliche Mailings aufgenommen werden müssen. Darüber hinaus werden in der Praxis oft Mischformen eingesetzt.

 
1 Comment

Posted in eMarketing

 

Schönere Unterstreichungen

11 Mrz

Regelmäßig stören mich Die recht hässlichen und Typografisch gar nicht tollen Unterstreichungen die normalerweise im Web zu finden sind.  Konkret stört  mich daran, dass die Unterlängen der Zeichen durchgestrichen sind und das Ganze dadurch sehr gedrängt wirkt. Aus diesem Grund bin ich dazu über gegangen das eigentlich dafür vorgesehene und übliche CSS Tag text-decoration:underline; zu boykottieren. Viel schöner finde ich das Unterstreichungen über den Befehl border-bottom zu realisieren.

Aus Typografischer Sicht ist das zwar immer noch nicht die optimale Lösung, da sich die Unterlängen und die Unterstreichung nicht treffen. Daher könnte man den Rahmen noch ein Pixel weiter nach unten setzen. Je nach verwendeter Schriftart, Schriftgröße und Zeilenabstand kann das aber zu viel Platz verschlingen. Daher verwende ich auf dieser Siete keinen Abstand.

Die 3 Varianten im Vergleich:

text-decoration:underline;
border-bottom: 1px solid;
border-bottom: 1px solid; padding-bottom:1px;

Typografie

… nicht so schön

Typografie

… in dieser Darstellung perfekt, bei kleineren Schriftgrößen berühren sich aber auch hier Unterlängen und Unterstreichung.

Typografie

… für kleine Schriftgröen meißt die Beste Wahl

Das ist diesesmal zwar nur ein kleiner aber dafür aus meiner Sicht kleiner Hinweis und damit starte ich gleich den Aufruf für “schönere Unterstreichungen”. Abgesehen davon gibt es allerdings noch viele weitere Typografische Sünden im Web, dazu aber ein anderes mal.

 

Google Analytics: Filter die das Leben erleichtern!

04 Mrz

Filter in Google Analytics sind ein sehr praktisches und zugleich auch mächtiges Werkzeug. Dadurch wird es möglich Daten der Statistik zu manipulieren, extrahieren oder auch integrieren. Aus diesem Grund habe ich ein paar praktische Anwendungsbeispiele zusammengestellt um die Funktionsweise der Filter in Google Analytics zu erläutern.

Grundsätzlich können Filter im Filtermanager, der auf der Google Analytics Übersichtsseite unter den Websiteprofilen verlinkt ist, angelegt werden. Die Anschließenden Beispiele müssen jeweils am Ende einem Websiteprofil zugewiesen werden, nur dann werden die Daten des entsprechenden Profils manipuliert.

Zugriffe von eigenen IP Adressen ausschließen
Das ist der Klassiker unter den Filter, hiermit wird der selbstverursachte Traffic nicht berücksichtigt.

Filterart: Alle Besuche von einer IP Adresse ausschließen
IP Adresse: 193.0.0.0

Google Analytics - IP ausfiltern

Nähere Infos dazu inklusive einer Erklärung wie man IP Ranges ausschließen kann hab ich in diesem Artikel erläutert:
Google Analytics eigene IP ausfiltern (Teil 2)

Vollständige Referrer anzeigen

Der Referrer wird in Google Analytics nicht komplett dargestellt. Dieser Filter ist ein Workaround um die gesamte Referring URL als Benutzerdefiniertes Segment auszugeben.

Filterart: Benutzerdefinierter Filter -> Erweitert
Feld A -> A extrahieren: Verweis (.*)
Feld B -> B extrahierern: leer lassen
Ausgabe in -> Konstruktor: Benutzerdefiniertes Segment $A1
Feld A erforderlich: Ja
Feld B erforderlich: Nein
Ausgabefeld überschreiben: Ja
Groß-/Kleinschreibung beachten: Nein

Google Analytics - Filter für vollständige Referrer

Anschließend erhält man die Statistik in dem man innerhalb von Google Analytics auf der Referrer Statistikseite, die Dimension über der Referrerauflistung auf “Benutzerdefinierter Wert” umstellt.

Url verkürzen

Falls sämtliche getrackten Seiten im selben Unterverzeichnis liegen können die dargestellten Urls der Übersicht halber verkürzt werden. Im Beispiel unten wird angenommen, dass sämtliche Seiten dieses Blogs im Verzeichnis /blog/ liegen. Über den Filter wird der Verzeichnisname entfernt.

Filterart: Benutzerdefinierter Filter -> Suchen und Ersetzen
Filterfeld: Anforderungs-URI
Suchzeichenfolge: grafixx.at/blog/
Ersetzungszeichenfolge: /
Groß-/Kleinschreibung beachten: Nein

Google Analytics Filter: Url verkürzen

SEO Rankings Tracken

Dieser Filter ist etwas komplexer, aber auch leistungsfähiger als die vorigen. Hier wird die Referrer URL wie Regular Expression verarbeitet. Falls es sich um einen Zugriff via Google handelt, wird innerhalb von Google Analytics die Position des Eintrages innerhalb der Google Ergebnisliste ausgegeben.

Filterart: Benutzerdefinierter Filter -> Erweitert
Feld A -> A extrahieren: Verweis (\?|&)q=([^&]*)
Feld A -> A extrahieren: Verweis (\?|&)start=([^&]*)
Ausgabe in -> Konstruktor: Benutzerdefiniertes Segment $A2 (Seite: $B2)
Feld A erforderlich: Ja
Feld B erforderlich: Nein
Ausgabefeld überschreiben: Ja
Groß-/Kleinschreibung beachten: Nein

Google Analytics Filter: Seo Tracking

Anschließend erhält man die Statistik in dem man innerhalb von Google Analytics auf der Keyword Statistikseite, die Dimension über der Keywordauflistung auf “Benutzerdefinierter Wert” umstellt. Wird in dieser Satistik keine Seite angegeben handelt es sich um die erste Seite, darüber hinaus steht 10 für Seite 2, 20 für Seite 3, etc.

Urls in Kleinbuchstaben umwandeln

Ein relativ einfacher Filter der aber die Übersichtlichkeit stark erhöht. Mit diesem Filter werden alle Urls klein geschrieben und somit nicht nur einmal gelistet.

Filterart: Benutzerdefinierter Filter -> Erweitert
Filterfeld: Anforderungs-URI

Google Analytics Filter: Urls klein schreiben

Traffic von Social Media Plattformen tracken

Mit diesem Filter werden Zugriffe von Social Networking Plattformen (im Beispiel: Facebook, Twitter und Xing) in der Kampagnen Statstik unter dem Begriff SocialMedia zusammengefasst.

Filterart: Benutzerdefinierter Filter -> Erweitert
Field A -> Extract A: Kampagnenquelle facebook|twitter|xing
Field B -> Extract B: leer lassen
Output To -> Constructor: Kampagnenmedium SocialMedia
Feld A erforderlich: Ja
Feld B erforderlich: Nein
Ausgabefeld überschreiben: Ja
Groß-/Kleinschreibung beachten: Nein

Google Analytics Filter: Social Media Tracking

Anschließend erhält man die Statistik in dem man innerhalb von Google Analytics auf der Kampagnen Statistikseite, die Dimension über der Keywordauflistung auf “Medium” umstellt.

Das waren für’s Erste einmal ein paar hoffentlich hilfreiche Filter. Diese können bzw. müssen natürlich auf die exakten Bedürfnisse der entsprechenden Website angepasst werden.

 
 

Typografie: Schrifteinbettung auf Websites

17 Feb

Nachdem das leidige Thema der begrenzten Schriftauswahl auf Websites konnte zwar immer noch nicht gänzliche gelöst werden, aber immerhin scheint es jetzt etwas Licht am Ende des Tunnel zu geben. Nachdem Safari 3.1 als erster Browser einem Methode zur Schrifteinbindung auf Websites unterstützt hat wird jetzt Firefox ab Version 3.1 nachziehen. Grund genug die aktuellen und zukünftigen Möglichkeiten der Schrifteinbindung näher zu beleuchten.

Aktuell wurden “Nicht-Standard-Schriften” meist als Bilder (via z.B. PHP generiert) oder als Flashdateien eingebunden. Diese Workarounds funktionieren zwar, sind aber weder für Suchmaschinen noch aus Performancesicht optimal. Um dem entgegenzuwirken gibt es in der CSS 3 Definition den netten Style “@font-face”. Über diesen Befehl ist es möglich Schriftarten direkt auf die Website einzubinden.

Dazu müssen zuerst die Schriften bzw. die gewünschten Schriftschnitte definiert werden. Anschließend können die definierten Schriftschnitte wie gewohnt im Stylesheet verwendet werden.
Das Ganze könnte dann etwa so aussehen:

@font-face{
font-family:'Fontin-Regular';
src: url('Fontin-Regular.otf') format('opentype');
}
 
h1 {
font-family:'Fontin-Regular', Georgia, serif;
}

Grundsätzlich werden TrueType-, OpenType PS- und OpenType TT Fonts unterstützt. Allerdings muss neben der noch relativ geringen Browserunterstützung (IE hinkt wiedermal hinterher) auch die Lizenzrechtliche Seite beachtet werden. Es dürfen nämlich bei weiten nicht alle Schriftarten auf dem Webserver abgelegt werden. Daher empfiehlt es sich die Nutzungsrechte für die Schrift die verwendet werden soll genau zu hinterfragen. Daher bieten sich aktuell vorallem Fonts die über die Open-Font Lizenz vertrieben werden an.

Fazit:
Nachdem das ganze Thema zeitweise wenig Beachtung erhalten hatte, scheint wieder etwas Bewegung in das Thema gekommen zu sein. Mit dem Erscheinen von Firefox 3.1 wird Firefox die Nase knapp vor Safari haben, da Firefox im Gegensatz auch Ligaturen unterstützen wird. Auch wenn bei diesen 2 Browsern auch noch einige Details verbesserungswürdig sind, so ist die Unterstützung von @font-face doch ein gutes Zeichen. Ganz nebenbei werden auch andere Browserhersteller unter Druck gesetzt und Früher oder Später wird es hoffentlich auch ein Unterstützung im Internet Explorer geben.

Weiterführende Links:
W3C Definition
Vergleich Safari / Firefox
Typografie.info – Fonteinbettung in Webseiten

 

Optimierung von Registrierungsprozessen

11 Feb

Der Gestaltung von Registrierungsseiten wird leider sehr oft viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Oft kommt es vor, dass viel Arbeit in die Entwicklung des Designs einer Website gesteckt wird, dabei aber Unterseiten wie Registrieungsseiten leider vergessen werden. Genau in solchen Situationen geschieht es dann, dass entsprechende Seiten dann nach Schema 0815 vom Programmierer in das vorhandene grafische Raster gesteckt werden. Da gerade die Registirerungsprozesse zu den wichtigsten Seiten vieler Websites zählen – geht es doch schließlich um Neukundengewinnung – scheint das etwas unverständlich. Daher sollte man sich ganz bewusst Zeit nehmen und die entsprechende Seite in Konzept und Screendesign berücksichtigen.

In diesem Artikel definiere ich Registrierungsseiten als Informationsseiten, deren Aufgabe es ist den Besucher nötige Informationen zu liefern und zu überzeugen. Das eigentliche Registrierungsformular ist meist eine gesonderte Seite. Bei sehr kurzen Formularen, wie z.B.: Newsletterregistrierung kann es aber auch durchaus Sinn machen Beides auf einer Seite darzustellen.

Als kleinen Inspiration liste ich jetzt potentielle Elemente / Inhalte von Registrierungsseiten auf. Selbstverständlich sind nicht alle Elemente für jeden Zweck sinnvoll, je nachdem zu welchem Zweck die Registrierung dienen soll, werden teilweise verschiedene Punkte relevanter sein als Andere.

  • Elevator pitch

Hierbei handelt es sich um einen möglichst kurze Zusammenfassung des Sinns der Website / Applikation, etc. für die man sich registrieren soll. Bei Flickr ist das beispielsweise “Zeigen Sie Ihre Fotos. Sehen Sie der Welt zu.”

  • Allgemeine Beschreibung

Eine allgemeine Beschreibung des Produkts sollte möglichst bildhaft und leicht verständlich formuliert werden. Beschreibungen lassen sich in diesem Fall sehr gut mit Unterstützung von Icons vermitteln. Weiter unten habe ich ein Beispiel von Tripit aufgezeigt. Auf dieser Site wird das aus meiner Sicht vorbildlich umgesetzt.

  • Auflistung der Leistungen

Auflistung der Leistungen und Funktionen die nach der Registierung zur Verfügung stehen, helfen den Benutzer zu Überzeugen sich zu registrieren.

  • Auflistung des Nutzens für den Benutzer

hier gilt das selbe wie bei den Leistungen im Punkt darüber. Jedoch sollte hier der Nutzen den der Benutzer durch seine Registrierung hat klar hervorgehoben werde.

  • Call to action

Mit einem grafisch prominenten Button wird es dem Benutzer möglichste einfach gemacht, zu, Registrierungsformular zu gelangen. Noch schöner finde ich es wenn eine kleine Version des Formulars direkt auf der Registrierungsseite integriert wird. So werden zum Beispiel die Felder Benutzername und Email Adresse direkt abgefragt. Nach Ausfüllen dieser Daten kann der User dann auf ein ausführliches Formular mit den restlichen Feldern geleitet werden. Diese Vorgangsweise reduziert zum Einen die Hemmschwelle mit dem Registrierungsprozess zu beginnen, zum Anderen können Formularabbrüche statistisch erfasst werden und per eMail zu einen späteren Zeitpunkt ein Reminder versendet werden. In diesem Fall sollte der Versand des eMails direkt im ersten Schritt per Checkbox akzeptiert werden.

  • Testimonials/ Referenzen

Testimonials und/oder Referenzen zählen vorallem bei kommerziellen Leistungen schon zum Standard. Zufriedene Kunden vermitteln Vertrauen und wirkt sich sicherlich positiv aus.

  • Tour / Screenshots

Virtuelle Produkttouren bieten sich bei Softwareprodukten an. Gerade in diesem Segment ist es oft schwierig für den Benutzer eine Vorstellung zu haben, was ihn erwartet. Dem kann mit Screenshots und virtuellen Touren sehr gut entgegengewirkt werden.

  • Anzeige der notwendigen Schritte bis zum Abschluss

Nach dem Motto “In 3 Schritten zu Ihrer Website” können diese Schritte direkt auf der Registrierungsseite aufgelistet werden. Dadurch nimmt man dem Benutzer gleich am Anfang die Angst vor endlosen Formularen und komplizierter Handhabung.

Beispiele:

Flickr Registrierungsseite

Flickr Registrierungsseite

Tripit

Tripit

 

Linkedin Registrierungsseite

Linkedin Registrierungsseite

 

 

Optimierungstipps zur Formularseite habe ich bereits in einem früheren Beitrag zusammengefasst. Dieser ist hier abrufbar: Conversions steigern durch bessere Formulare.

 

Community Building am Beispiel World of Warcraft

06 Feb

Aktuell widme ich mich dem Thema Community building und versuche einige Strategien am Beispiel World of Warcraft aufzuzeigen. Das Ganze soll als Denkanstoß für alle die selbst eine Community planen oder betreiben dienen.

World of Warcraft ist eines der erfolgreichsten Online Spiele aller Zeiten. Aktuelle Werte von über 11 Millionen zahlenden Spielern weltweit sprechen klare Zahlen und machen deutlich, dass dieses Spiel einen besonderen Reiz auf die Gamer ausüben muss. Dem zu Grunde liegt ein geniales Spiel (ja ich war auch mal süchtig, bin inzwischen aber wieder clean ;o) ) und vorallem ein phänomenales Community Konzept. Aus diesem Grund habe ich versucht die wichtigsten Aspekte dieses Spiels aufzuzeigen und zu verdeutlichen wie es der Hersteller Blizzard schafft Millionen an Spielern zu aquirieren und bei Laune zu halten.

Aktive Weiterentwicklung – kein fixes Endziel
Ein logischer Punkt um ein über Jahre erfolgreiches Spiel zu erschaffen ist die ständige Weiterentwicklung. So bietet World of Warcraft (WoW)  schon von Beginn an sehr viele Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die virtuellen Charaktere jedes Spielers. Zudem kommen regelmäßige Updates die immer wieder neue Elemente in die Spielwelt einfließen lassen. Dadurch existiert kein Fixes Endziel, es bleibt immer wieder neue Ziele für die Spieler.

Sozialen Druck aufbauen – Gruppenaufgaben
Den größten Einfluss in dem Spiel hat meiner Meinung nach aber die Soziale Komponente. In WoW gibt es viele Aufgaben die nur in der Gruppe bewältigt werden können. Unter anderem aus diesem Grund schließen sich Spieler zu so genannten Gilden zusammen. Innerhalb dieser Gilden entstehen sehr oft enge soziale Netzwerke. So ist es gängige Praxis sich neben dem Spielen via “Voice over IP” Software (z.B. Teamspeak) mit seinen Mitspielern zu  unterhalten. Dieser Austausch dient primär dem schnellen Austausch taktischer Strategien während des Spielens. Wobei es allerdings bei Gesamtspielzeiten von weit über 200 Stunden pro Spieler, es nicht aus bleibt, dass sich auch tiefgründigere Kontakte bilden. So gesehen ist WoW eines der größten Social Networks.
Genau durch dadurch entstehende engen Verbundenheit mit seiner Gilde wird oft innerhalb der Gruppe ein nicht zu unterschätzender sozialer Druck aufgebaut. So werden oft Termine vereinbart an denen sich z.B. 25 Spieler online treffen um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Diese Aufgaben können oft aber nur erfüllt werden falls alle Spieler online sind. Fallt ein Spieler aus kann es passieren, dass 24 andere Spieler warten müssen. Daher haben sich viele Gilden ein System ausgedacht bei dem Punkte für besonders zuverlässige Spieler vergeben werden. Die Spieler mit den meisten Punkten erhalten dann auch die besten Belohnungen nachdem eine Aufgabe erfüllt wurde, etc. … und genau so begeben sich die Spieler selbst in einen Kreislauf ohne, dass Blizzard aktiv etwas machen muss.

In schlachtzügen können bis zu 25 (früher 40) Spieler zusammen spielen.

In schlachtzügen können bis zu 25 (früher 40) Spieler zusammen spielen.

Schaffung von virtuellen Helden
Zu guter Letzt kürt die Community ihre virtuellen Helden. So sind beispielsweise besonders erfolgreiche Spieler oder Gilden teilweise weltweit unter den Hardcore Gamern bekannt. Auf eigenen Websites werden Erfolge von anderen Gilden protokolliert und aufgezeichnet. Dieses Heldentum wird noch durch online einsehbare Ranglisten und Statistiken verstärkt. Das Ganze wirkt ähnlich wie die Vorbildwirkung von Sportstars im realen Leben und fördert so natürlich auch den Ehrgeiz vieler Spieler.

Fazit
Das sind 3 Punkte die World of Warcraft sehr erfolgreicht gemacht haben. Natürlich gibt es noch viele weitere Aspekte wie zum Beispiel: die technisch sehr gute Umsetzung, Detailreichtum der virtuellen Welt, viele saisonale Events wie Weihnachtsfeiern, Silvesterfeuerwerk, etc.. Darüber hinaus gibt es auch viele “Otto-Normalspieler” die es schaffen nur gelegentlich zu spielen und denen virtuelle Vorbilder egal sind. Diese Spieler werden dann aber in den meisten Fällen durch die anderen Aspekte wie soziale Kontakte, etc. angesprochen.

 
 

Verknappung als Mittel zur Verkaufssteigerung

01 Feb

Verknappung im Sinne von Reduzierung der verfügbaren Waren ist ein klassisches Mittel zur Verkaufssteigerung im Teleshopping. Allerdings nimmt diese Strategie auch Online immer mehr zu. Branchengrößen wie Whoot! setzen zum Beispiel voll und Ganz darauf.

Das Grundprinzip ist einfach:

Je geringer die Verfügbarkeit eines Angebots ist, desto höher ist der Druck beim potentiellen Kunden möglichst schnell zuzuschlagen.

Diese Verknappung kann natürlich auch künstlich hergestellt werden. Dazu will ich einige mehr oder weniger aggressive Vorgangsweisen anhand von Beispielen aufzeigen.

Whoot!
Das Grundprinzip lautet: Whoot bietet täglich ein einzelnes Produkt an. Dieses Produkt ist nur an diesem einen Tag verfügbar und am nächsten Tag gibts wieder was Neues. Die Verknappung besteht hier in der begrenzten Laufzeit und Stückzahl, was wohl das Ganze auf die Spitze treibt und für den größten Teil an “herkömmlichen” Shops viel zu radikal ist. Aber Whoot! ließ in der Vergangenheit immer wieder mit Umsatzsteigerungen aufhorchen und ist mittlerweile beim Jahresumsätzen im mittleren zweistelligen Millionendollarbereich angekommen.

 

Scrrenshot Woot!

Scrrenshot Woot!

Auch wenn das Beispiel von Whoot! sehr extrem ist sieht man, dass so etwas Grundsätzlich funktionieren kann. Warum sollte man so was also nicht in abgeschwächter Version im eigenen Shop integrieren. Teilweise sind entsprechende Features oft unbemerkt schon in vielen Shops vorhanden.

Lagerbestandsanzeige optimieren
Ein Lagerstandsanzeige gehört zum Beispiel schon zum guten Ton und ist in vielen Shops integriert. Meist jedoch nur als kleine Randnotiz im Stile: “Noch 3 Stück verfügbar”. In einem solchen Fall bietet es sich an zum Einen die Verfügbarkeitsinformation optisch hervorzuheben und zusätzlich noch mit einer Warnung zu kombinieren. So könnte zum Beispiel bei Verfügbarkeiten unter 5 Stück die Warnung: “Achtung: Es sind nur mehr x Stück verfügbar. Das Ausverkaufsrisiko ist: Hoch”. Bei 5 – 10 Stück ist das Ausverkaufsrisiko Mittel und bei mehr als 10 Stück wird keine Warnung, aber auch keine exakte Stückzahl ausgegeben.
Zusätzlich könnten alle Produkte, denen ein baldiger Ausverkauf droht in einer eigenen Kategorie, “Nur mehr begrenzt Verfügbar” oder auch direkt auf der Startseite beworben werden.

Jetzt werden sich vermutlich Einige denken, dass man dann doch am Besten die Lagerbestände künstlich niedrig hält um den Benutzter zu einer schnellen Entscheidung zu drängen. Aus meiner Sicht kann man das für einzelne Produkte machen. Grundsätzlich halte ich es aber für sinnvoller bei hohen Lagerbeständen keine genaue Stückzahl anzugeben. Man sollte den Kunden nämlich niemals für Dumm verkaufen. Wenn jedes Produkt permanent in einer sehr geringen Stückzahl verfügbar ist, wird das auch den Kunden auffallen und im Bestenfall wird der Lagerstandsanzeigen keine Bedeutung mehr beigemessen. Im schlechtesten Fall kann der Kunde den Online Shop aber auch als unseriös einstufen und nie mehr wieder kommen.

Zeitlich begrenzte Aktionen
Eine weitere Möglichkeit sind zeitlich begrenzte Aktionen. Ein Beispiel hierfür wäre eine Aktion unter dem Titel “Produkt der Woche”. Bei einer solchen Aktion könnte jede Woche ein Produkt aus dem bestehenden Sortiment zu besonders günstigen Konditionen angeboten werden. Dadurch wird zum Einen Entscheidungsdruck auf den Kunden ausgeübt, zum Anderen wird der Kunde motiviert wöchentlich die Website zu besuchen um zu erfahren welches Schnäppchen es gibt. Selbstverständlich kann eine Aktion dieser Art auch zur Adressdatengenerierung für den Newsletter, etc. genutzt werden.

Fazit:
Verknappung von Produktanzahl oder zeitlicher Verfügbarkeit ist ein sehr starkes Instrument, welches in verschiedensten Varianten – von aggressiv bis zurückhaltend – die Verkaufszahlen von vielen Shops positiv beeinflussen kann. Allerdings gilt auch hier immer seriös bleiben, den Benutzer nicht für Dumm verkaufen und die Methode an die Zielgruppe anpassen.