Regen ohne Ende und Temperaturen im einstelligen Bereich haben mich dazu bewogen, meiner verkündeten Sommerpause zum Trotz, wieder mal einen Artikel zu veröffentlichen.
Dieses Mal geht es um das Mysterium der Conversionrate, speziell darum wie man eine Conversionrate am besten beurteilt und vergleicht. Dabei stellt sich auch die Frage wie die optimale Conversionrate aussieht.
Grundsätzlich sollte man schnell, oft gehörte allgemeine Grundsätze alá 3% Conversionrate ist okay, alles über 5% ist super etc. über Bord werfen. Denn hier gibt es aus meiner Sicht keine allgemeinen Richtlinien. Viel mehr sollte man basierend auf den eigenen Werten eine kontinuierliche Verbesserung anstreben. Denn jeder Online Shop ist anders und Conversionrates von Website A lassen sich oft nicht mit der Conversionrate von Shop B vergleichen.
Als kleines Beispiel werden tendenziell reine Online Retailer besser abschneiden als Hersteller die Ihren eigenen B2C Shop betreiben. Im letzteren Fall müssen viel mehr Bedürfnisse abgedeckt werden als bei einem reinen Online Shop. So gibt kann es viele Benutzer geben die an einem Kauf nicht interessiert sind und sich nur über den Hersteller informieren wollen, ihr Produkt registrieren wollen, B2B interessenten die an Kontaktdaten interessiert sind, etc.
Genauso ist die Art des Produkts ein wesentlicher Faktor der die Conversionrate beeinflussen kann. So sind in der monatlichen Nielsschen Statistik beispielsweise regelmäßig Shops mit astronomischen Conversionrates von teilweise um die 40% vertreten. Diese verkaufen zum großteil Waren des täglichen Gebrauchs bzw. regelmäßig benötigte Produkte. So werden laut Nielsen Online regelmäßig Shops für Blumen, Tiefkühlkost oder Bürobedarf an der Spitze gereiht.
Zusätzlich ist meiner Meinung auch noch die Art der Traffic Generierung ein wesentlicher Bestandteil. Werden massiv Kampagnen, Gewinnspiele oder Mailings zur Trafficgewinnung eingesetzt ist die Streuung häufig höher und die Conversionrate sinkt.
Diese ganzen Beispiele dienen aber nur dazu um Eines, wie zu Beginn schon erwähnt zu untermauern Die eigene Conversionrate zählt und sollte kontinuerlich optimiert werden. Der Blick auf Werte von anderen Websites ist zwar interessant, sollte aber immer hinterfragt werden.
Tipps zur Optimierung der Conversionrate finden sich auch in älteren Beiträgen von mir:
Transparenz und Umsatz in Online Shops steigern!
Konzeption von Landingpages (Teil 2)
Umsatz steigern durch bessere Bestellprozesse
Ähnnliche Beiträge:








Sepp
20. Juli 2009 at 15:36
Ähm, vielleicht doch eher “conversion” …
Markus Kapferer
20. Juli 2009 at 16:07
oha danke – da hab ich wohl wiedermal zu “Deutsch” gedacht. Immer dieses konvertieren was sich einschleicht. Habs geändert.
Tolga
19. August 2009 at 12:54
Hallo Markus,
sehr richtig – viel zu viele vergleichen Äpfel mit Birnen.
Diejenigen, die eine Conversionrate von sagen wir 30-40% haben nehmen entweder Newsletteranmeldungen, Downloads, “das-legen-von-einem-Produkt-in-den-Warenkorb”, einen Klickout auf eine andere Seite oder sonst etwas als Conversion an. Oder beziehen sich von vornherein auf die Unique Visitors anstatt auf die eigentlichen Seitenbesucher als Datengrundlage [wenn ein Bestandkunde dann im Monat 4x meine Seite besucht und einmal kauft, dann hab ich eine CVR von 100% - vs. 25%, wenn ich's auf die Visits beziehe]. Noch schlimmer wird’s, wenn z:b. Affiliates an Bord sind, die über Layer bzw. Frames massenweise Seitenaufrufe generieren – dann schmiert mir die CVR ordentlich ab.
Aus meiner Sicht ist es an der Zeit, sich einmal Gedanken darüber zu machen, wie man die CVR auf eine universell vergleichbare Basis stellen kann – denn dann kann ich wirklich Vergleiche ziehen.
Bin – ganz generell – mit Dir d’accord: anstatt auf andere zu schauen, sollte man zusehen, dass man sich in jedem einzelnen Segment verbessert.
Guter Artikel, danke. Regt zum Nachdenken an.