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Archive for April, 2009

Navigationsarchitektur: Zeige dem Benutzer wo er ist!

28 Apr

Es hat sich in den letzten Jahren ja schon herumgesprochen, dass man Benutzern zeigen soll wo sie sich befinden und sich so ein User einfach innerhalb einer Website orientieren kann. Doch so einfach das klingt, so oft wird dieses Gebot missachtet bzw. gibt es hier einige Feinheiten die sich doch noch nicht überall herumgesprochen haben.

Aktiven Menüpunkt selektieren
Zum Standard gehört es inzwischen aktive Menüpunkte zu selektieren. Hierbei gilt diese Selektion optisch deutlich erkennbar zu gestalten. Der Unterschied zwischen selektieren undnicht selektierten Navigationselementen sollte sofort auf einen Blick erkennbar sein. Darüber hinaus sollte noch beachtet werden, dass in allen Navigationslevels mit Hervorhebungen gearbeitet wird. Immer wieder sieht man Websites in denen der Hauptmenüpunkt schön selektiert wird, aber ab der zweiten oder dritten Ebene bricht das optische Chaos aus.

Breadcrumb Navigation integrieren
Je komplexer und tiefer die Navigationsstruktur einer Website aufgebaut ist, desto wichtiger ist eine Breadcrumb Navigation. Dadurch kann man sich einige Probleme vom Hals schaffen und hat ein globalen Bezugspunkt für den Benutzer geschaffen. Allerdings sollte eine Breadcrumb nie die einzige Navigationsmöglichkeit darstellen. Aus meiner Sicht dienen die “Brotkrumen” zur schnellen Orientierung und im Notfall können überforderte User diese auch zum Navigieren missbrauchen.

Jeder Seite ihren Menüpunkt
Jede Seite sollte einem Menüpunkt zugeordnet werden. Besonders auf der Startseite sieht man oft Unterpunkte die in der Navigation nirgends abgebildet werden. Dadurch ergeben sich Seiten die sich mehr oder weniger im “Luftleeren” Raum befinden. Klassische Beispiele hierfür bieten beispielsweise Seiten die auf der Startseite über einen Banner verlinkt, aber dann keinem Menüpunkt zugeordnet werden. Der User clickt auf entsprechenden Banner und hat anschließend keinen Anhaltspunkt wo er sich befindet. Gleichzeitig stellt die “Home” Seite nur eine Seite dar und sollte nicht unzählige Unterseiten enthalten.

Zurückbutton nicht vergessen!
Ein Klassiker: die Website sollte ohne Verwendung des “Zurück”-Buttons im Browser funktionieren. Daher unbedingt Zurück-Buttons an den richtigen Stellen implementieren. Mit richtigen Stellen meine ich, dass der Button nur da aufscheinen soll wo man ihn benötigt. So ist ein Zurück Link auf der Startseite ziemlich sinnlos. Erst auf Detailseiten die über einen “mehr lesen” Link und nicht über das Menü erreichbar sind macht´s aus meiner Sicht Sinn.

Integrierte Sitemaps
Eine weitere Möglichkeit dem Benutzer eine schöne Übersicht über die Seitenstruktur zu geben bieten integrierte Sitemaps. Damit meine ich diese global, im Footer integrierten Sitemaps die man in den letzten Jahren immer öfters sieht. Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung wie man die Dinger offiziell nennt, aber ichfinde diese ziemlich praktisch und ganz nebenbei lassen sich diese Sitemaps auch gut zu SEO Zwecken nutzen.

Fazit:
Das waren ein paar Tipps um den Benutzer besser durch die Website zu leiten und auch weniger internetafine User ohne Frust durch die Website zu führen. Natürlich wird das Ganze mit zunehmender Komplexität und Navigationstiefe immer schwieriger und besonders knifflig wird es wenn nachträgich Navigationslevels in bestehende Websites eingebaut werden sollen. Daher lieber zu Beginn eines Projektes schon eine Level mehr einkalkulieren.

 

Die Top 10 – erfolgreichste Beiträge der letzten 5 Monate

22 Apr

Nachdem dieser Blog die ersten Monate gut überstanden hat und schön langsam zu wachsen beginnt ist es höchste Zeit die beliebtesten Beiträge dieses Blogs auszuwerten. Natürlich will ich euch diese Liste nicht vorenthalten und vielleicht sind ja auch ein paar interessante, ältere Beiträge dabei, die der Eine oder Andere noch nicht kennt.

Die erfolgreichsten Beiträge der letzten 5 Monate waren:

So das waren die Top 10 und damit startet dieser Blog in die nächsten hoffentlich noch erfolgreicheren 5 Monate. Viel Spaß beim Lesen.

 
 

Konzeption von Landingpages (Teil 3)

15 Apr

Weiter geht’s mit der Fortsetzung und dem gleichzeitig abschließenden Teil dieser kleinen Triologie.

Dieser Beitrag ist Teil 3 einer dreiteiligen Serie:
Grobkonzeption: Wirtschaftlichkeit, Traffic generieren (Teil 1)
Feinkonzeption: Seitenaufbau (Teil 2)
Auswerten, Optimieren und Praxisbeispiele (Teil 3)

Testen, Optimieren
Wurde die Website erstellt empfiehlt es sich das Ganze von Personen aus der Zielgruppe testen zu lassen. Daraus muss nicht unbedingt eine hochprofessionelle Usability Studie entstehen. Oft reicht es schon bekannte oder Arbeitskollegen zu befragen um kleine Fehler oder Fallstricke in der Benutzung aufzudecken.
Nach dem Launch macht es Sinn potentielle Optimierungen via Google’s Website Optimizer zu testen. Dieser ermöglicht es einfach verschiedene Versionen z.B. unterschiedliche Bilder oder Buttonbezeichnungen abzutesten. Dabei liefert das Tool von Google die verschiedenen Varianten die getestet werden automatisch an die Besucher der Landingpage aus, anschließend kann man sich in einer Statistik ansehen welche Version am Besten konvertiert.

Statistik, Auswertung, ROI
Ganz wichtig ist auch die Integration eines Statistiktool. Dazu sollte bereits vor der Erstellung der Landingpage definiert werden, welches Statistiktool integriert wird und welche KPIs (Key Performance Indikatoren) gemessen werden sollen. Nichts ist ärgerlicher als am Ende einer Kampangen keine aussagekräftigen Zahlen zur Verfügung zu haben.
Interessante Werte sind unter anderem: Visits, Conversion Rate, Cost per Click, Clickthrough Rate, Return on Investment, Herkunft und Sprache der Benutzer, Formularabbruchsrate

Beispiele:

Zanox Landingpage Template
Dieses Template kann für Partnerprogramme über Zanox verwendet werden. Das Grundkonzept basiert auf einer aufgeräumten, übersichtlichen Landingpage die mehrere Produkte sehr transparent darstellt und vergleicht.

Zanox Landingpage

Tourismus: Komplexe Familienurlaubs Landingpage
Die Besonderheit bei dieser Landigpage ist, dass es hier um das Generieren von Anfragen geht. Aus diesem Grund wurde eine Funktion integriert über die der Benutzer über ein Warenkorbsystem eine Anfrage stellt. Diese Anfrage wird basierend auf der Auswahl des Benutzers automatisiert an mehrere Anbieter gestellt.
Die Grundidee ist sehr gut einzig die Bedienung muss erst einmal verstanden werden. Durch die Informationsflut wirkt die Seite auch etwas voll.

Familienurlaub Landingpage

Landingpage: Hausschuhe
Beispiel für eine in die Website integrierte Landingpage zum Thema Hausschuhe.

Landingpage: Gewinnspiel
Sehr schöne, schlichte Landingpage für ein Gewinnspiel. Einziger Nachteil ist aus meiner Sicht, dass gescrollt werden muss und so Teilnahmeformular und -button nicht sofort sichtbar sind.

MacBook Landingpage

 

Konzeption von Landingpages (Teil 2)

07 Apr

Weiter geht’s mit der Fortsetzung zum Thema Landingpages.

Dieser Beitrag ist Teil 2 einer dreiteiligen Serie:
Grobkonzeption: Wirtschaftlichkeit, Traffic generieren (Teil 1)
Feinkonzeption: Seitenaufbau (Teil 2)
Auswerten, Optimieren und Praxisbeispiele (Teil 3)

Feinkonzeption: Seitenaufbau (Teil 2)
Im zweiten Teil geht es um den detaillierten Aufbau der Landingpage. Dieser hängt natürlich sehr stark vom Zweck der entsprechenden Website ab. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass folgende Punkte sehr wichtige Key Elemente für verkaufsorientierte Landingpages (bei Brandingkampagnen sieht es etwas anders aus) bilden:

Ablenkungen vermeiden
Auf der Landingpage sollte alles auf das definierte Ziel ausgerichtet sein. Soll beispielsweise ein Produkt verkauft werden, dann sollte es vermieden werden andere Produkte oder weiterführende Links zu anderen Websites anzubieten. Dadurch wäre die Gefahr, dass der User abgelenkt wird zu hoch. Aus diesem Grund sollte eine Landingpage auch nicht in die eigentliche Corporate Website eingebunden bzw. die Hauptnavigation der Firmen Website auf der Landingpage integriert werden. Falls es dennoch Querverlinkungen oder eine Hauptnavigation geben muss, sollte diese optisch klar abgegrenzt werden. Der Benutzer muss auf einen Blick erkennen, dass die Links von der Landingpage weg führen und nichts mit der eigentlichen Aktion zu tun haben. Das kann etwa optisch durch eine versteckte Navigation, deren Menüpunkte erst beim Mouse Over über einen Button “Firmenwebsite” erscheinen, oder durch einen geringen Kontrast (Hauptnavigation mit geringer Deckkraft integrieren, beim Mouse Over wird die Deckkraft auf einen normalen Wert erhöht) erreicht werden.

In der Frage ob eine Landingpage in die eigentliche Website integriert werden soll, gibt es auch eine gegensätzliche Meinung. Vertreter dieser Auffassung argumentieren, dass Benutzer in weiterer Folge nicht mehr auf die Landingpage zurückfinden, da diese nicht fest in der Website verankert sind. Dennoch sehe ich Landingpages immer als eigenständige Seite die allerdings von der Corporate Website aus durchaus unterstützend verlinkt werden kann und auch soll.

Erfüllen der Erwartungshaltung
Ist der Benutzer über den Click auf eine Einschaltung auf die Landingpage gekommen, so hat dieser meist eine Erwartungshaltung. Diese Erwartungshaltung sollte erfüllt werden. Das heißt, dass das Wording an die Adwordskampagne angepasst werden sollte und die verwendeten Bilder bzw. die gesamte Gestaltung an die grafischen Werbemittel angepasst werden sollten. 
    
Call to Action
Call to Action beschreibt eine prominente Botschaft die den Benutzer zum Abschluss führt. Hierfür werden gerne auffällige, Buttons mit einer eindeutigen Aufforderung (Jetzt bestellen, etc.) verwendet. Hierbei ist die grafische Gestaltung besonders wichtig. Die entsprechenden Elemente müssen deutlich hervorstechen und als clickbar erkennbar sein.

Zielgruppengerecht gestalten
Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist die Zielgruppengerechte Gestaltung der Landingpage. So sollte speziell Alter und Computeraffinität berücksichtigt werden. Bei Senioren als Zielgruppe macht es durchaus Sinn Punkten wie Barrierefreiheit, einfache Bedienung, große Schrift, etc. mehr Bedeutung beizumessen als bei einer Seite für Teenies.

Seriösität vermitteln
Die ganze Landingpage muss seriös sein und auch serios wirken. Daher müssen auf jedenfall Impressum, Kontaktmöglichkeiten und falls vorhanden auch e-Commerce Gütesiegel integriert werden. Zusätzlich wirken sich Testimonials und Kundenbewertungen positiv aus.

Einfache Bedienbarkeit
Der Bestellprozess muss besonders einfach zu bedienen sein. Jede Unklarheit kann den potentiellen Kunden verunsichern und zu einem Kaufabbruch führen. Daher sollte besonders darauf geachtet werden, dass der Kunde mit möglichst wenigen Clicks und möglichst wenigen ausgefüllten Formularfelder zum Ziel kommt.

Zusätzliche Anreize
Falls die Möglichkeit zusätzliche Anreize für den Kunden zu schaffen besteht sollte das genützt werden. So können Sonderangebote, Gutscheine zu jeder Erstbestellung, etc. prominent angekündigt werden. Aber auch eine Zeitliche Verknappung kann sich positiv auf die Conversionrate auswirken. Siehe hierzu auch meinen Artikel: „Verknappung als Mittel zur Verkaufssteigerung“ 

Hinweis auf weitere Angebote
Das ist jetzt ein Widerspruch zum ersten Punkt, aber in Abhängigkeit vom Angebot kann es durchaus Sinnvoll sein am Ende der Seite auf weitere Angebote hinzuweisen. Nach dem Motto: “Entspricht dieses Produkt nicht Ihren Vorstellungen? Stöbern Sie in unserem weiteren Angeboten.” Hierbei ist allerdings wichtig, dass dieser Aufruf keine Konkurrenz zum Produkt auf der Landingpage darstellt. Anbieten würde sich so etwas zum Beispiel am Ende einer Liste mehrere Produkte. Dadurch kann ein Besucher der über die Landingpage nicht überzeugt werden konnte, eventuell doch für ein anderes Produkt begeistert werden.

Weitere Punkte hierzu habe ich in einem gesonderten Artikel “Optimierung von Registrierungsprozessen” in meinem Blog veröffentlicht.

 

Konzeption von Landingpages (Teil 1)

02 Apr

Landingpages werden oft zur Bewerbung eines einzelnen Produkts oder zur Unterstützung einer speziellen Kampagne entwickelt. Der Grundgedanke hierbei ist möglichst viele Anfragen, Bestellungen, Adressdaten, etc. zu generieren. Je nach Ziel gibt es unterschiedliche Lösungsansätze und Varianten der entsprechenden Landingpages. Vor dem Start sollte allerdings auf jeden Fall ein Konzept ausgearbeitet werden. In diesem und den folgenden Beiträgen werde ich darauf eingehen wie ich persönlich so etwas angehe.

Dieser Beitrag wird in 3 Teilen veröffentlicht werden:
Grobkonzeption: Wirtschaftlichkeit, Traffic generieren (Teil 1)
Feinkonzeption: Seitenaufbau (Teil 2)
Auswerten, Optimieren und Praxisbeispiele (Teil 3)

Aber jetzt genug der einleitenden Worte und los geht’s mit Teil 1:

Grobkonzeption: Wirtschaftlichkeit, Traffic generieren
Wie werden Benutzer auf die neue Landingpage gelenkt werden? Die schönste Landingpage ist natürlich sinnlos ohne Besucher. Gängige Methoden hierbei sind Newsletteraussendungen, Google Adwords, bei hohen Budgets und gewünschtem Brandingeffekt auch Bannerkampagnen. Darüber hinaus können aber auch Social Media Kampagnen, Guerilla Aktionen oder klassische Direktmarketing Kampagnen zum Ziel führen. Pauschal kann das nicht beantwortet werden und hängt immer von Zielgruppe und Produkt ab.

Traffic generieren ist in den meisten Fällen auch mit Kosten verbunden, diese sollten im Konzept berücksichtigt und mit den geplanten Verkaufszielen abgestimmt werden.
So könnten beispielsweise EUR 10.000,00 in Google Adwords investiert werden, bei einem angenommenen CPC von EUR 0,60 entspricht das ca. 16.666 Clicks via Google Adwords.
Daher müssen über diese 16.666 Clicks mehr als EUR 10.000,00 Gewinn erzielt werden um profitabel zu sein.
Sämtliche Betriebswirtschaftler werden mich jetzt vermutlich für diese Milchmädchenrechnung verfluchen, allerdings geht’s mir hier nur darum aufzuzeigen in welche Richtung das Ganze gehen sollte.
Selbstverständlich wird man am Anfang viele Werte nur schwer einschätzen können aber mit zunehmender Erfahrung wird man immer näher an realistische Werte herankommen und kann unter Umständen schon frühzeitig, Probleme erkennen.

Folgende Bestandteile sollten daher in das Konzept mit aufgenommen werden:

  • Definition aller Maßnahmen zur Bewerbung mit konkretem Budget
  • Messbare Zielsetzungen
  • Einschätzung der Wirtschaftlichkeit
  • Definition eines Terminplanes mit den wichtigsten Milestones

Noch ein Tipp am Rande: die voraussichtlichen CPC Kosten bei Google Adwords lassen sich innerhalb von Google Adwords relativ gut über das Tool Traffic Estimator schätzen. Die dazu notwendige Keyword Recherche kann man dann auch gleich noch in das Konzept mit rein packen.